08.09.2026, 19:51
Nach Feierabend geht es los. 660km bis Grenoble fast komplett über Autobahnen. Die A5 ist manchmal etwas nervig, aber in Frankreich ist die Fahrt sehr angenehm.
Ich wollte schon 2025 die Route des Grandes Alpes fahren und musste dann mit Technikproblemen abbrechen. Das war aber damals schon sehr schön und ich wollte das zu Ende fahren. Ein absoluter Traum. Wunderschöne Landschaften, leere Straßen und anspruchsvolle Motorradstrecken. Besser geht es nicht. Sicherlich das schönste was ich bisher mit dem Motorrad erlebt habe.
08.09.2026, 19:51
Nach Feierabend geht es los. 660km bis Grenoble fast komplett über Autobahnen. Die A5 ist manchmal etwas nervig, aber in Frankreich ist die Fahrt sehr angenehm.
09.09.2026, 08:32
Nach einer Nacht in Grenoble geht es weiter zu meiner eigentlichen Basis. Die Strecke wäre auch schon ein Highlight, aber leider habe ich die ersten drei Stunden Regenwetter.
09.09.2026, 08:32
Trotz schlechtem Wetter gibt es immer wieder schöne Ausblicke
09.09.2026, 08:32
An vielen Stellen hat der Regen Material auf die Straße gespült. Da ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt und durchaus auch deutlich reduzierte Geschwindigkeit.
09.09.2026, 08:33
Ich wollte unbedingt mal nach Alpe d'Huez, einer der bekanntesten Berge der Tour de France.
09.09.2026, 08:54
Und dan kommt schon der erste Pass - noch deutlich unter 2000m
09.09.2026, 08:54
09.09.2026, 08:56
Und die Straßen wurden nicht besser.
09.09.2026, 09:54
09.09.2026, 10:02
Mein erster 2000er auf dieser Tour. Der Col de la Croix. Den hatte ich bisher noch nicht gefahren.
09.09.2026, 12:59
Dann geht es ganz hoch hinaus. Den Galibier bei Nebel und Nieselregen. Hier war ich aber schon zweimal bei gutem Wetter
09.09.2026, 14:02
Und noch ein "Neuzugang"
09.09.2026, 14:02
Der Col du Granon ist nur auf einer Seite asphaltiert. Ich bin daher dieselbe Straße wieder runter. Schotterstraße will ich nicht wirklich fahren.
09.09.2026, 14:56
Der Col d Izoard. Auch ein alter Bekannter
09.09.2026, 15:00
09.09.2026, 15:10
Es klart etwas auf und wir haben die ersten landschaftlichen Highlights
09.09.2026, 15:44
09.09.2026, 16:14
Col de Vars. Den hatte ich auch schon mehrfach.
09.09.2026, 17:41
Und der Col d Allos. Da meine Unterkunft direkt am Fuß des Passes liegt, bin ich den dieses Jahr viermal gefahren. Da ich letztes Jahr im selben Ort war, musste ich den damals auch schon häufiger fahren.
10.09.2026, 09:07
Der zweite Tag beginnt. Der erste reine Fahrtag und ich habe Großes vor...
10.09.2026, 09:10
Auf dem Col des Champs kommt mir zwar während der Überfahrt kein einziges Auto entgegen, dafür aber Kühe
10.09.2026, 09:14
10.09.2026, 09:14
10.09.2026, 09:15
Die Westrampe des Col des Champs ist definitiv eines meiner Highlights. Das war auch letztes Jahr schon so.
10.09.2026, 09:21
10.09.2026, 09:28
10.09.2026, 10:12
10.09.2026, 10:12
10.09.2026, 11:06
10.09.2026, 11:43
Die Straßen sind häufig sehr schmal und auf den Nebenstraßen auch meist auch von schlechter Qualität
10.09.2026, 11:54
Da geht es dann gleich runter. Auf solchen Etappen bin ich viel langsamer als das Navi vorgibt. Häufig auch nur erster oder zweiter Gang
10.09.2026, 12:06
10.09.2026, 15:31
Und dann habe ich es geschafft. Ja, ich wollte ans Mittelmeer bei Nizza. Letzes Jahr musste ich 2 Stunden davor umdrehen. Jetzt konnte ich das vollenden
10.09.2026, 15:32
10.09.2026, 15:34
10.09.2026, 17:00
10.09.2026, 17:23
Auf der Rückfahrt komme ich noch am Lac de Castillon vorbei
10.09.2026, 17:23
10.09.2026, 17:33
10.09.2026, 17:33
11.09.2026, 07:24
Der zweite Fahrtag beginnt. Schon vor halb acht habe ich meinen ersten 2000er - den Col d Allos
11.09.2026, 07:31
11.09.2026, 08:33
Um halb neun schon den Col de Vars. Der zweite 2000er
11.09.2026, 08:49
11.09.2026, 09:06
Die Straßen sind manchmal sehr abenteuerlich
11.09.2026, 09:55
11.09.2026, 10:05
Und dann geht es wieder hoch hinaus. Der Col Agnel / Colle dell'Agnello ist der höchste Grenzpass der Alpen und nach dem Col de l’Iseran und dem Stilfser Joch der dritthöchste asphaltierte Alpenpass. Ja, ich weiß - der Col de la Bonette - da kommen wir später zu. Auf jeden Fall hat mir der Col Agnel noch in der Liste gefehlt.
11.09.2026, 10:06
Und dann sind wir zeitweise in Italien
11.09.2026, 10:06
11.09.2026, 10:06
11.09.2026, 10:15
11.09.2026, 11:16
Der Colle di Sampeyre ist dann mein vierter 2000er an dem Tag.
11.09.2026, 11:19
Wenig spektakulär, aber doch sehr schön.
11.09.2026, 11:19
11.09.2026, 12:40
Und dann wird es wieder sehr einsam und ländlich. Ziegen auf der Straße
11.09.2026, 12:50
Der fünfte 2000er: Colle d Esischie. Für die Liste bin ich den einmal gefahren. Die Straße war katastrophal. Zwischen den Löchern war ab und zu etwas Asphalt zu erkennen. Nie wieder! Da fällt es dann auch schwer, die Landschaft zu genießen.
11.09.2026, 12:50
11.09.2026, 12:51
11.09.2026, 12:56
Ohne große Ab- und wieder Auffahrt ging es dann gleich zum Colle Fanuiera. Der sechste 2000er
11.09.2026, 12:57
11.09.2026, 13:00
11.09.2026, 13:15
Ich hatte es schon befürchtet. Teile der Abfahrt waren erst mit Schotter und dann das hier. Eher wie ein Feldweg. Dafür ist die Roadking sicher nicht gemacht.
11.09.2026, 13:15
Ja, da geht es runter. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt. Aber es hat geklappt
11.09.2026, 14:39
Der siebte 2000er. Nicht zu erkennen, es ist der Col de la Lombarde mit 2350m. Sozusagen der Gipfel von Isola 2000
11.09.2026, 14:40
11.09.2026, 14:40
11.09.2026, 15:57
Col de la Couillole. Auch neben den großen Pässen geht es natürlich immer wieder mal über so Zwischenpässe
11.09.2026, 17:24
Und dann wieder über den Col del Champs. Habe ich schon geschrieben, dass das einer meiner Lieblingspässe ist
11.09.2026, 17:25
Acht 2000er-Pässe an einem Tag - eine stolze Leistung
11.09.2026, 17:44
So sieht die westliche Einfahrt zum Col des Champs aus. Man kann hier schon erkennen, dass das keine Hauptverkehrsstraße ist
12.09.2026, 08:48
Der dritte und letzte Fahrtag. Der sollte eigentlich etwas entspannter werden bevor es dann direkt wieder nach Hause ging. Irgendwie war ich dann trotzdem wieder lange unterwegs.
12.09.2026, 09:24
12.09.2026, 09:43
12.09.2026, 09:49
Der Col de la Cayole mit 2326m fehlte mir auch noch in der Liste. Die Südrampe liegt nahe am Col des Champs und ist landschaftlich ähnlich schön.
12.09.2026, 09:49
12.09.2026, 09:49
12.09.2026, 10:41
12.09.2026, 11:39
Und dann der letzte Höhepunkt
12.09.2026, 11:40
Der Col de la Bonette. Als Pass nur 2715m hoch, allerdings gibt es noch eine Rundstraße um den Gipfel, die dann bis auf 2802m führt.
12.09.2026, 11:41
Atemberaubende Lanschaft dort oben. Und ein ganz besonderer Moment - sehr ergreifend. Viel höher kan man in den Alpen auf Asphalt nicht fahren. Und für mich hat dort die ganze Reise ihren Höhepunkt gefunden. Ich habe mich immer gefragt, ob die Maschine und ich das alles schaffen. Hier haben wir die Antwort
12.09.2026, 11:41
Man sieht im Vergleich zu den anderen Bergen auch wie hoch wir da sind
12.09.2026, 11:41
12.09.2026, 11:49
12.09.2026, 11:50
Glücklich! Ziel erreicht!
12.09.2026, 11:57
Auch der Blick zurück ist beeindruckend
12.09.2026, 12:01
12.09.2026, 12:10
12.09.2026, 12:33
12.09.2026, 12:51
Und dann habe ich noch einen Exot im Programm
12.09.2026, 12:58
Der Col de la Moutière mit 2454m ist allerdings nur von Süden asphaltiert. Auch hier bin ich dieselbe Straße wieder runtergefahren.
12.09.2026, 12:58
12.09.2026, 16:59
Abends nochmal über den Col d Allos. Auch hier geht es neben der Straße steil bergab.
12.09.2026, 17:18
Und da liegt das Val d Allos. Nur noch die Abfahrt und dann ausruhen
12.09.2026, 17:26
Hier waren die Schafe noch auf der Weide
12.09.2026, 17:27
Und der Herdenschutzhund passt auf
13.09.2026, 08:07
Am nächsten Morgen bei der Auffahrt auf den Col d Allos hatte ich dann plötzlich unerwartet Gegenverkehr
13.09.2026, 08:19
Nach ein schneller Blick zurück und dann geht es auf die lange Heimfahrt
13.09.2026, 09:29
Vorbei am Le Drac
13.09.2026, 09:30
13.09.2026, 10:03
Und noch einen letzten kleinen Pass bevor dann ab Grenoble wieder die 660km Autobahn auf mich warten
16.09.2026, 00:00
Letztes Jahr stand die Tour komplett unter dem Motto "Route des Grand Alpes". Dieses Jahr habe ich natürlich auch mal rechts und links geschaut, aber in Summe bin ich diese Route wohl komplett gefahren
16.09.2026, 00:00
So sah meist mein Abendessen aus.
16.09.2026, 00:00
Ups - soo viele Handschuhe? Ich habe aber fast alle an gehabt. Teilweise sind die für unterschiedliche Bedingungen. Rechts z.B. die Winterhandschuhe. Einmal bin ich Morgens bei 2° losgefahren. Da war ich dann echt froh dran. Bei Regen nehme ich gerne die Neoprenhandschuhe. Und wenn man mal ein paar Stunden mit Handschuhen gefahren ist, sind die einerseits oft etwas verschwitzt und andererseits hat man doch meist leichte "Druckstellen" und freut sich über Abwechslung.
16.09.2026, 00:00
Und hier noch meine Überziehklamotten. Darunter die Funktionsunterwäsche. Sieht viel aus? Ist es auch! Die unterste Schicht sind Protektorenhose, Protektorenhemd und dann zusätzlich Knieprotektoren. Darüber Motorradjeans und Lederjacke. Bei kaltem Wetter dann noch die Textilklamotten drüber. Wie ein Michelinmännchen, aber bequem, warm, sicher und trotzdem gut zu fahren.
16.09.2026, 00:00
Murmeltiere habe ich sehr viele gesehen, oft auch ganz nah. Die hoppeln vollgefressen für den anstehenden Winter gerne mal über die Straße. Wenn man anhält, schauen sie einen kurz an und verschwinden dann im Bau. Auch ein Fuchs hatte ich mal direkt neben der Straße. Und unzählige Kühe, Schafe, Pferde und ähnliche Tiere.
16.09.2026, 00:00
Ok, das Motorrad muss ich mal sauber machen. Eine große Herausforderung für die Technik und dieses mal hat sie klaglos durchgehalten
16.09.2026, 00:00
Zum Abschluss noch ein Blick auf mein Domizil. Le Fux d Allos ist ein Feriendorf, in dem Winter- und Sommerurlaub möglich ist. Im September ist dort Off-Season und kein Mensch da. Überhaupt ist die ganze Gegend fast menschenleer. Eine wahre Freude fürs Motorradfahren. Mal schauen - vielleicht klappt das ja mal wieder. Dann nur mit etwas weniger Fahrzeit und dafür mehr Verweilzeit. Eine Traumreise geht zu Ende.
16.09.2026, 13:34
Ein paar Statistiken:
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